Stimmungsbarometer der FTD
Der Frage "Josef Ackermanns Zweifel an einer Auferstehung Griechenlands sind..."
stimmten zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes 55 % der Leser zu lediglich 5 % betrachten diese Äusserungen als unsinnig und 31 % sagen "typisch Ackermann".

Alexander Fink
E-Mail alexander.fink(at)pleon.com
Der Frage "Josef Ackermanns Zweifel an einer Auferstehung Griechenlands sind..."
stimmten zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes 55 % der Leser zu lediglich 5 % betrachten diese Äusserungen als unsinnig und 31 % sagen "typisch Ackermann".

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Mustergültige Eigen-PR
Wer das gestrige Interview von Deutsche Bank Chef Ackermann bei Maybrit Illner im ZDF gesehen hat, ist Zeuge eines hochprofessionellen Medienauftritts geworden. Souverän ging er auf die Fragen ein, die von der Moderatorin nicht immer glücklich ausgewählt waren. Denn diese würgten eine aufkommende Vertiefung der Themen durch den raschen Schwenk auf allgemeine Themen ab. Zudem setzte Ackermann den wütenden Angriffen in einzelnen Medien kompetente Antworten entgegen, die die Komplexität etwa des Investmentbankings oder internationaler Finanzverflechtungen aufzeigten.
Die teils wütenden Reaktionen einzelner Medien, wie die Financial Times Deutschland, etwa auf die Skepsis zur Fähigkeit Griechenlands, die Milliardensummen zurückzahlen zu können, verwundert nicht. Verwunderlich ist hingegen, dass die Medien ein bigottes Verhalten an den Tag legen: Auf der einen Seite wird nach Transparenz im Finanzbereich gerufen, auf der anderen Seite scheinen nach wie vor diese Medien wollen, dass hier Bankenlenker Illusionen aufrecht erhalten, an denen schon der Normalbürger zu recht tiefste Zweifel hegt.
Im Rahmen des perfekten Eigen-PR-Auftritts bleibt anzumerken, dass Ackermann extrem um Ausgleich mit der deutschen Politik bemüht war. Doch diese hat beim Thema Bankenaufsicht, Landesbanken-Desaster und irrwitzigen Kontrollvorschlägen eifrig vor der eigenen der Türe zu kehren.
Wer das gestrige Interview von Deutsche Bank Chef Ackermann bei Maybrit Illner im ZDF gesehen hat, ist Zeuge eines hochprofessionellen Medienauftritts geworden. Souverän ging er auf die Fragen ein, die von der Moderatorin nicht immer glücklich ausgewählt waren. Denn diese würgten eine aufkommende Vertiefung der Themen durch den raschen Schwenk auf allgemeine Themen ab. Zudem setzte Ackermann den wütenden Angriffen in einzelnen Medien kompetente Antworten entgegen, die die Komplexität etwa des Investmentbankings oder internationaler Finanzverflechtungen aufzeigten.
Die teils wütenden Reaktionen einzelner Medien, wie die Financial Times Deutschland, etwa auf die Skepsis zur Fähigkeit Griechenlands, die Milliardensummen zurückzahlen zu können, verwundert nicht. Verwunderlich ist hingegen, dass die Medien ein bigottes Verhalten an den Tag legen: Auf der einen Seite wird nach Transparenz im Finanzbereich gerufen, auf der anderen Seite scheinen nach wie vor diese Medien wollen, dass hier Bankenlenker Illusionen aufrecht erhalten, an denen schon der Normalbürger zu recht tiefste Zweifel hegt.
Im Rahmen des perfekten Eigen-PR-Auftritts bleibt anzumerken, dass Ackermann extrem um Ausgleich mit der deutschen Politik bemüht war. Doch diese hat beim Thema Bankenaufsicht, Landesbanken-Desaster und irrwitzigen Kontrollvorschlägen eifrig vor der eigenen der Türe zu kehren.
